Digitalisierung: So operationalisierst Du Deine Strategien

Titelbild: Digitalisierung - So operationalisierst Du Deine Strategien

Verhindere durch die Operationalisierung Deiner Strategien das Scheitern von Projekten in Zeiten der Digitalisierung! 


Was Dich in diesem Beitrag erwartet:

  • Definition zum Begriff Operationalisierung der Strategie 
  • Schritte zur Operationalisierung der Strategie 
  • Agile Wertprinzipien 

Kurz gesagt 

Pläne scheitern. Egal, ob sie im privaten oder geschäftlichen Bereich gefasst werden. Oft liegt ein derartiger Misserfolg aber nicht an der Unerreichbarkeit der Ziele, sondern an einer schlecht geplanten Umsetzung. 

Um Pläne und Projekte erfolgreich zu verwirklichen, ist eine Operationalisierung der Strategie essenziell. Hierbei werden Ist- und Zielzustand des Projekts miteinander verglichen und Zwischenschritte, die den Weg zum Erreichen des Ziels ebnen, festgelegt. Verantwortliche müssen zur Überprüfung des Fortschritts zusätzlich Messgrößen einführen. Diese Werte verdeutlichen dem Mitarbeiterteam ihr Vorankommen innerhalb des Projekts und helfen ihnen dabei, ihr Verhalten gegebenenfalls anzupassen, um das nächste Zwischenziel zu erreichen. 

Um Strategien erfolgreich operationalisieren zu können, sind die folgenden drei Schritte erforderlich: 

  1. Verortung des Unternehmens 
  2. Einbezug des Teams 
  3. Fokus auf das nächste Zwischenziel 

Auch wenn die Schritte selbst festgelegt worden sind, ist ein Verpassen des Ziels möglich und vollkommen natürlich. Um das Scheitern möglichst früh zu erkennen und abzuwenden, ist eine agile Vorgehensweise von großer Bedeutung. Diese Praxis sieht eine regelmäßige Kommunikation im Team und im gesamten Unternehmen vor und trägt so dazu bei, Fehler möglichst rasch abzuschätzen. 


Von der Idee zur Umsetzung: Warum die Operationalisierung der Strategie ein Erfolgsfaktor bei der Digitalisierung ist 

Du kennst das sicherlich auch: Am Neujahrstag nimmst Du Dir vor, im folgenden Jahr gesünder zu leben. Dazu möchtest Du auch mehr Sport treiben. Dein körperliches Ziel ist es dabei, am Ende des Jahres einen Halbmarathon laufen zu können. Du steckst Dein Ziel hoch – Du hast ja schließlich knapp 12 Monate Zeit zu trainieren.  

Am Anfang bist Du hoch motiviert und gehst regelmäßig joggen. Hin und wieder verlässt Dich aber nach drei oder vier Kilometern die Lust und Du gehst wieder nach Hause. Im Laufe der Wochen und Monate lässt Du Deine angestrebte sportliche Karriere immer mehr schleifen, bis sie schließlich zum Erliegen kommt. Spätestens an Silvester holt Dich Dein Vorhaben wieder ein und Du merkst, dass Du Dein Ziel nicht erreicht hast. 

In der Geschäftswelt ist das nicht anders. Unternehmen geben Jahresziele wie beispielsweise die Steigerung des Umsatzes vor, oder streben die 🔗Digitalisierung des Vertriebs an. Diese Ziele sind auch umfassend dargelegt, ein Plan zur Umsetzung selbst wird aber nicht geliefert. Sowohl in der Belegschaft als auch bei den Unternehmensverantwortlichen treten Fragen auf wie: Womit starten wir? Wie lange dauert die Durchführung dieser Strategie und welche Ressourcen brauchen wir eigentlich dafür? 

Bleiben wir einmal bei dem Beispiel der Digitalisierung des Vertriebs. Bei dem Begriff Digitalisierung handelt es sich um eine extrem umfangreiche Thematik. Wie wird dieses große Ziel also umgesetzt? Startet das Unternehmen mit dem 🔗Kauf eines CRM und digitalisiert alle vorhandenen Prozesse? Werden zunächst einige andere digitale Tools eingeführt? Die beispielhaften Ziele sind in der Regel detailliert formuliert, scheitern aber, weil keine Rahmenbedingungen und Zwischenschritte zur Ausführung der Strategie vorgegeben werden.  

Wenn Du Dich hier wiedererkennst, lautet das Zauberwort zur erfolgreichen Umsetzung Deiner Ziele: Operationalisierung der Strategie. 

Was Operationalisierung der Strategie eigentlich bedeutet 

Was so hochgestochen klingt, lässt sich eigentlich ganz einfach erklären. Wie Du bereits gesehen hast, kann zwischen dem vorhandenen Ist-Zustand und dem strategischen Ziel ein weiter Weg liegen. Um diese Distanz zu überbrücken, müssen die Verantwortlichen die Rahmenbedingungen zum Erreichen der Zielsetzung genau festlegen. 

Die Operationalisierung der Strategie beschreibt im ersten Schritt diesen Übergang von der Beschreibung der Strategie bis hin zu ihrer Implementierung im Unternehmen. Dazu muss die Führung einen Plan entwickeln, der vorgibt, in welchen Zwischenschritten das Unternehmen voranschreiten muss, um zum zuvor ausformulierten Ziel zu gelangen. 

Für jeden Zwischenschritt vergleicht das Team Ist- und Ziel-Zustand miteinander. Ist das Zwischenziel des Plans noch nicht erreicht, muss es klären, durch welche Maßnahmen dies erfolgen kann und soll.  

Der hier angesprochene Vergleich wird im zweiten Schritt der Operationalisierung der Strategie durch die Einführung von Messgrößen ermöglicht. Diese vereinfachen es, zu kontrollieren, ob ein Ziel bereits erreicht werden konnte.  

Dabei müssen die Verantwortlichen die Messgrößen anhand zweier Funktionen bestimmen: Einerseits muss man anhand ihrer Kennzahlen das Erreichen eines Schrittes klar und deutlich ablesen können. Zusätzlich ist es wichtig, dass die Messgrößen dem Mitarbeiterteam zeigen können, wie sie sich verhalten müssen, um auf dem Weg zum Großen und Ganzen wie beispielsweise der Digitalisierung des Unternehmens dem nächsten Zwischenziel zu entsprechen.  

Wir greifen zur Veranschaulichung ein Beispiel vom Anfang des Artikels hier noch einmal auf. Um das gesteckte Ziel des Absolvierens eines Halbmarathons zu erreichen, legst Du innerhalb der Operationalisierung der Strategie verschiedene Zwischenziele fest. 

Die gesamte Strecke von 21 Kilometern schaffst Du nur, wenn Du Deine Kondition langsam steigerst. Dein erstes Zwischenziel ist es daher, ein kürzeres Stück zu laufen, ohne aus der Puste zu sein. Die Messgröße, die Du dafür ansetzt, ist die Kilometerzahl. Wenn Du also zwei Kilometer ohne Probleme laufen kannst, hast Du Dein erstes Zwischenziel erreicht.  

Der nächste Schritt wäre Deiner zuvor festgelegten Strategie zufolge ein Lauf über fünf Kilometer. Nachdem Du das zwei-Kilometer-Ziel erreicht hast, vergleichst Du daher Deine vorhandene Kondition mit dem nächsten Zwischenziel. Weil Du gemerkt hast, wie anstrengend zwei Kilometer für Deinen ungeübten Körper sind, sind die fünf Kilometer noch in weiter Ferne. Du überlegst nun, was Du zur Stärkung Deines Körpers tun kannst. Zusätzlich zu Deinem Lauftraining beginnst Du daher mit leichtem Krafttraining, um Muskeln aufzubauen und Deinem Ziel näherzukommen.  

Durch die Definition der verschiedenen Zwischenschritte, dem ständigen Vergleich zwischen Ist- und Zielzustand und den vorgenommenen Maßnahmen kommst Du in Deinem Plan immer weiter voran. Letzten Endes erreichst Du durch die Operationalisierung das Ziel – sowohl das des Halbmarathons als auch das innerhalb Deiner Strategie.   

Egal, wie gut die Strategie ist, bei der Umsetzung geht (fast) immer etwas schief. Egal, wie gut die Schritte geplant sind, bei der Umsetzung taucht (fast) immer etwas Unerwartetes auf. Bereite Dich darauf vor! 

Um die passenden Rahmenbedingungen für die stetige Überprüfung des Ist- und Zielzustandes zu schaffen, empfehlen wir die agile Vorgehensweise. Das Verpassen von gesteckten Zielen ist selbstverständlich und unumgänglich. Die Frage ist nur, wie daraus gelernt wird. Das iterative Vorgehen der Agilität ermöglicht uns Fehler zu erkennen und auszumerzen. Die vorgegebene Kommunikation und der Austausch im gesamten Unternehmen führen ebenfalls dazu, dass Missstände schnell aufgedeckt und aufgelöst werden können. 

Das agile Arbeiten bringt also die passenden Rahmenbedingungen, um meine gesetzten Ziele und Zwischenziele stetig im Auge zu haben und den erforderlichen Weg hierfür zu gehen. 

In drei Schritten zur erfolgreichen Operationalisierung der Strategie 

Du hast das Prinzip der Operationalisierung der Strategie verstanden, weißt aber noch nicht, wie Du sie umsetzen sollst? Egal, ob Du Dein Unternehmen kundenzentriert ausrichten oder die Digitalisierung Deines Vertriebs voranbringen willst: Wir erklären Dir, wie Du Deine Strategie in drei Schritten erfolgreich realisierst. 

Drei Schritte zur erfolgreichen Operationalisierung einer StrategieAbb. 01: Drei Schritte zur erfolgreichen Operationalisierung einer Strategie © Agile Sales Company GmbH

1) Zeichne eine Landkarte Deines Vorhabens!  

In diesem ersten Schritt ist es wichtig, Dein Unternehmen im Hinblick auf Deinen Plan zu verorten. Denk dazu über die Ziele, den momentanen Zustand und die verfügbaren Mittel nach. Du solltest Dir daher Fragen stellen, die die folgenden Themenkomplexe umfassen: 

  • Wo wollen wir hin?
  • Was möchten wir erreichen?
  • Wo starten wir überhaupt? 
  • Wo stehen wir gerade?
  • Welche Ressourcen haben wir zur Verfügung?

2) Beziehe Dein Team mit ein!  

Informiere und briefe Dein Team zur vorhandenen Situation und Deinen Überlegungen aus dem ersten Schritt. Vereinbare mit den an der Umsetzung der Strategie beteiligten Personen gleich zu Beginn regelmäßige Termine, in denen Ihr das Projekt und dessen Fortschritt besprecht.  

Du fragst Dich, warum das wichtig ist? Kontinuierliche Meetings zum vorhandenen Projekt verdeutlichen, wie wichtig die Umsetzung dessen ist. Zudem bieten regelmäßige Besprechungen den Mitarbeiter:innen Sicherheit, da beispielsweise aufkommende Fragen und Probleme geklärt werden können. 

3) Fokussiere Dich immer nur auf den nächsten Schritt! 

Um das Projekt im Ganzen erfolgreich umzusetzen, sind die Zwischenziele von großer Bedeutung. Daher musst Du in Zusammenarbeit mit Deinem Team definieren, was Ihr zur Umsetzung des nächsten Schrittes benötigt. Außerdem müsst Ihr klären, was innerhalb dieses Schrittes nicht oder noch nicht getan werden soll.  

Für diese Arbeitsweise bei der Operationalisierung der Strategie empfehlen wir Dir die agilen Werte: iterativ und empirisch. 

Beim iterativen Arbeiten wird ein Projekt durch schrittweise Verbesserungen realisiert. Oftmals werden dazu gleiche oder ähnliche Handlungen durchgeführt. Dabei wird der Status Quo immer wieder hinterfragt und Änderungen vorgenommen. Empirisch wird gearbeitet, wenn alle Ergebnisse oder Erkenntnisse anhand wissenschaftlicher Methoden gewonnen werden. 

Zusätzlich zur Operationalisierung raten wir Dir auch, OKRs in Deinem Unternehmen einzusetzen. Du kannst mit diesem Begriff nichts anfangen? 🔗Hier kannst Du nachlesen, was es damit auf sich hat. 
 

Fazit 

Viel zu häufig scheitern Projekte und Pläne wie unter anderem die Digitalisierung des Vertriebs daran, dass die Verantwortlichen nicht definieren, wie sie umgesetzt werden sollen. Durch eine Operationalisierung von Strategien kann ein solcher Misserfolg verhindert werden.  

Die Unternehmens- oder Teamführung legt bei der Operationalisierung Zwischenschritte fest, die erreicht werden müssen, um das angestrebte, große Ziel zu treffen. Zur Überprüfung des Fortschritts führt sie zugleich Messgrößen ein, die den Mitarbeiter:innen dabei helfen, sich anzupassen, wenn das Zwischenziel noch in weiter Ferne scheint. 

Durch eine agile Vorgehensweise kann das Team auftretende Fehler schnellstmöglich erkennen und das Scheitern des Projekts verhindern. Hierbei wird durch schrittweises, auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierendes Arbeiten und das Hinterfragen und Anpassen des Ist-Zustands im gesamten Unternehmen und in den Teams regelmäßig kommuniziert. 


In unserer Masterclass gehen wir noch einmal auf die genaue Vorgehensweise ein. Melde Dich an und verhilf Deinem Unternehmen zum Erfolg, indem Du Deine Strategien operationalisierst!

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